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ARBEITSPAKET 3 – Basteln in der Zeit der jüngeren Kindheit

Prof. Dr. Gábor Hegedüs


Für jüngere Kinder enthalten Technik, Basteln und Konstruieren im ersten Linie keinen äußeren Anspruch, besondere Kenntnisse zu erwerben. Vielmehr sind sie als sehr wirksame Mittel zur Entwicklung der Persönlichkeit zu betrachten und zu nutzen. Sie sind einerseits Mittel, die Bedürfnisse des Kindes zu berücksichtigen, sein Interesse, sein Alter und seine individuellen Besonderheiten. Es geht dabei um das Bedürfnis, sich zu bewegen und zu spielen und es geht um den Wunsch, etwas zu schaffen und anzufertigen. Es geht auch um den Wunsch, ein Spielzeug, ein Modell zu besitzen und die Neugier zu befriedigen. Die Reihe der Bedürfnisse und Wünsche ließe sich leicht fortsetzen. Andererseits sind Technik, Basteln und Konstruieren sehr wirksame Mittel, Grundlagen des naturwissenschaftlichen und technischen Weltwissens zu erwerben.

Das Basteln entwickelt zum Beispiel die Fähigkeit der räumlichen Vorstellung und des räumlichen Sehens, es setzt Ebene und Raum ins Verhältnis. Es fordert die Interpretation von Symbolen, das Modellieren im Denken, die Kreativität, die Fähigkeit der Zusammenarbeit, die Sozialisation überhaupt heraus. Kinder erfahren die Eigenschaften der Materialien und deren Veränderung. Sie formen das Material, gebrauchen Wekzeuge und fertigen Zeichnungen an, einfache Handskizzen bis hin zu technischen Zeichnungen.

Im Rahmen des Projekts werden wir uns auf das Basteln und Konstruieren auf das Gebiet des Wassers und der Luft einschränken. Man darf nicht vergessen, dass diese Teilthemen voneinander nicht isoliert sind.
Wir gruppieren gemäß verschiedene Gesichtspunkte das fertigmachen den vorgeschlagenen verschiedenen Modellen, experimentellen Geräten, Spielzeugen und Garnierung.

Gemäß der Qualität der angewandten, kontrollierten Materien:

-  Lineal: Die Luft: zum Beispiel: Papierflugzeuge

-  Lineal: Der Wasser : zum Beispiel: das Wasserrad

-  Zusammen die Luft und der Wasser: Haarspray, Seifenblase

-  Zusammen die Luft und andere Materien, zum Beispiel: Wasserballplatz mit Strohhalm

-  Das Wasser, die Luft und andere Materie zusammen: zum Beispiel Brotteig

Natürlich einzelnes Modell, Arbeitsstück, Spielzeug können ohne komplexe Verwendung verschiedene Materien nicht hergestellt werden.


Gemäß der Bereitungsart der Arbeitstück:

-  Das Kind bereitet es allein vor, und kann es allein benutzen

-  Das Kind und der Pädagog (Eltern) bereiten es zusammen vor, das Kind benutzt das allein.

-  Der Pädagog bereitet es allein vor, das Kind benutzt, und verwertet


Gemäß dem Ziel der Anwendung:

-  Spielzeug

-  Modell, das Instrument zum Experimente

-  Spielzeug und Modell gleichzeitig

-  Verbraucherinstrument, im breitesten Sinn des Wortes

Wir beschäftigen uns mit den Methoden des Bastelns, mit den Strategien, Methoden der Organisation von Beschäftigung (Tätigkeiten), dem Inhalt und den Besonderheiten der aneignenden Erfahrungen, Kentnisse.
Ein wichtiger Bestandteil unserer Tätigkeit ist die Gründung und das Starten eines akkreditierten, wenigstens dreissigstündigen Lehrerweiterbildungsprogramms, gemeinsam mit den Schulinstitutionen.

Erwartetes Ergebnis: die Zunahme der Tätigkeit der Kinder im Prozess des Lernens, der Zuwachs den Affinität zur Naturwissenschaft – und die technische Fachkenntnisse in Kleinkindalter, und unter der Pädagogen, die sich mit den Kleinkindern beschäftigen.


ARBEITSPAKET 4 – Luft und Wasser mit ethnographischem Blick erforschen

Dr. Norberta Sági


Luft (Wind) und Wasser waren grundlegende Elemente in der Kultur und Technik des traditionellen Haushaltes der bäuerlichen Wirtschaft. Bei Festen und Bräuchen leben diese Elemente wieder auf, ja sogar in der Alltagswelt der Kinder erscheinen diese Phänomene auf vielfältige Weise, ob es sich um Wasser- und Windmühlen, Wetterhahn, alte Fischfangmethoden, Osterbräuche oder um selbst gebastelte Pfeifen beim Spaziergang im Wald handelt. Mit Kindern sollen Wege und Möglichkeiten gesucht werden, diese Phänomene zu erforschen.

Aus der Praxis der Ethnographie/Ethnologie werden dazu zwei Methoden zur Hilfe genommen: Einerseits das Interview, mit dem alte Menschen zum Thema (Waschen, Körperhygiene, Begießen der Mädchen am Ostermontag, usw.) von den Kindern mit Unterstützung der Kindergärtnerinnen/ Pädagogen interviewt werden können. Die andere Methode ist die teilnehmende Beobachtung, bei der Kinder selbst Teilnehmer von Prozessen der Nutzung technischer Anwendungen und der Ausübung kultureller Praktiken werden, in denen Erfahrungen mit Luft und Wasser in alltäglichen (historischen) Lebenskontexten gemacht werden. Aus den Interviews und den teilnehmenden Beobachtungen entwickeln die Kinder Deutungen und Schlussfolgerungen über die Phänomene.

Die Traditionen unseres Landes Ungarn werden seit der Wende bewusst gepflegt, teilweise auch neu erlernt und weitergegeben. Dies ist aber keine einzigartige Erscheinung. Auch die anderen Länder streben danach, ihre Identitäten durch die Pflege von Traditionen zu stärken. In diesem Arbeitspaket kommt es folglich darauf an, auch landesspezifische Unterschiede in den kulturellen Bräuchen und in der alltäglichen Nutzung von Technik sichtbar zu machen. Damit kommt eine interkulturelle Zielsetzung neben einer Zielsetzung der Anbindung an regionale Bräuche und Traditionen zum Tragen. Das Arbeitspaket führt ein die allgemeinen Gesichtspunkte der ethnographischen Arbeit mit Kindern und gibt Anleitungen dazu, wie man die dargestellten Alltagsthemen mit jüngeren Kindern mit ethnographischen Methoden erarbeiten kann.


Arbeitspaket Nr. 14: Auswertung des Projekts: Analyse des konstruktiven Bastelns und Problemlösens

Prof. Dr. Gábor Hegedüs

In der Erprobungsphase werden die Kinder mit Aufgaben- und Problemstellungen des konstruktiven Bastelns mit Luft und Wasser befasst. Dieses wird filmisch dokumentiert. Etwa 20 einstündige Filmdokumente sollen auf diese Weise während der Erprobungsphase anfallen. Die Filmdokumente werden umgangssprachlich transkribiert. Die Transkripte werden unter folgenden Fragestellungen ausgewertet:

1.        Wie gehen die Kinder mit den Problemstellungen um? Welche Lösungen entwickeln sie? Welches implizite Weltwissen wird darin generiert? Wie ergiebig sind die Problemstellungen?

2.        Welche Funktion hat die Sprache im Prozess der Problemlösung? Worüber sprechen die Kinder?

Die Ergebnisse der Analyse werden schriftlich zusammengefasst und bilden ein Kapitel des Handbuchs Teil 2. Auf ihrer Grundlage lassen sich die entwickelten technischen Problemstellungen des konstruktiven Bastelns (Arbeitspaket 3) überprüfen. Darüber hinaus begründen die Ergebnisse eine themenspezifische Anleitung zur Beobachtung und Interpretation des konstruktiven Bastelns als Grundlage seiner pädagogischen Förderung.


Arbeitspaket Nr. 15: Auswertung des Projekts: Analyse der kindlichen Erforschung des Lebensalltags

Dr. Norberta Sági

In der Erprobungsphase werden die Kinder angeregt, Luft und Wasser in Phänomenen der Alltagskultur und -technik zu entdecken und zu erforschen. Die Entdeckungen der Kinder werden gesammelt und beschrieben (Protokolle, Filmdokumente von Gesprächen). Sie werden unter folgenden Fragestellungen ausgewertet:

1.        Welche Entdeckungen machen die Kinder? Welches Weltwissen gewinnen sie darin über Luft und Wasser?

2.        Wie deuten sie ihre Entdeckungen? Wie fassen sie diese sprachlich? Wie setzen sie ihre Entdeckungen in Beziehung zu anderen Erfahrungen mit Luft und Wasser?

Die Ergebnisse der Analyse werden schriftlich zusammengefasst und bilden ein Kapitel des Handbuchs Teil 2. Auf ihrer Grundlage lassen sich die entwickelten Vorschläge zur Erforschung der Alltagskultur (Arbeitspaket 4) überprüfen. Darüber hinaus begründen die Ergebnisse eine themenspezifische Anleitung zur Beobachtung und Interpretation des Erforschens der Alltagskultur als Grundlage seiner pädagogischen Förderung.

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